Nimm mich mit

Diakonie-Tour mit der Band Stilbruch

Mit Geige, Cello, Schlagzeug und Gesang hat die Band Stilbruch zuletzt auf den Kirchentagen in Berlin und Wittenberg zehntausende Zuhörer begeistert. Seit ihren Auftritten in der Pro7-Show „Germanys next Showstars“ füllen sie in ihrer sächsischen und Berliner Heimat regelmäßig Hallen mit bis zu 600 Konzert-Besuchern.

Die drei klassisch ausgebildeten, langjährig erfahrenen Musiker Sebastian Maul (Cellist), Eli Fabrikant (Geiger) und Gunnar Nilsson (Schlagzeuger) begeistern seit 2005 ihre Fans in ganz Europa. Der Name Stilbruch ist Programm. Die Musik ist rockige Popmusik und hat durch die ungewohnte Instrumentenzusammenstellung etwas Eigenes. Zunächst erspielten sich die Jungs auf der Straße eine große Fangemeinde mit ihren selbstkomponierten deutschen und englischen Songs. Nach zahlreichen Fernsehauftritten und einer erfolgreichen Tournee mit ihrem aktuellen Album „Nimm mich mit“ hat die Band im Mai diesen Jahres beim evangelischen Kirchentag mit Auftritten im Berliner Sommergarten und bei der Abschlussveranstaltung in der Reformationsstadt Wittenberg ihren bisherigen Höhepunkt gefeiert.

Zusammen mit der Diakonie in Niedersachsen sind sie im Rahmen der „Woche der Diakonie“ auf Tour. Zehn Konzerte sind im Norden geplant – unter anderem in Braunschweig, Obernkirchen, Wolfsburg, Osnabrück und der Region Hannover.

Die Terminübersicht:
Samstag, 26. August 2017 | 19:30 Uhr
Stilbruch in Obernkirchen
Ort: Kirchplatz, 31683 Obernkirchen

Freitag, 1. September 2017 | 19:00 Uhr
Stilbruch beim Tag der Niedersachsen
Ort: Wolfsburg, Hauptbühne

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KiGoMo   aktualisiert

Kindergottesdienstmorgen für Kinder ab 5 Jahren am Samstag, den 12. August von 10 bis 12 Uhr. Treffpunkt: Eingangsbereich des Ev. Gemeindezentrums/Rote Schule.

Georg, der Drachenbezwinger, Gut und Böse – eine Entdeckungsreise durchs Stift. Alle Kinder ab 5 Jahren sind herzlich dazu eingeladen!

Wir freuen uns auf euch!

Euer Kindergottesdienst-Team

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Rechnen wie damals III   aktualisiert

Rechnen wie damals III

Unter diesem Titel möchten Fachleute/Sammler in einem Veranstaltungszyklus Interessierte mit Rechenhilfsmitteln der letzten 5 Jahrhunderte vertraut machen. Neben Hintergrundinformationen zur Geschichte und Methodik erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, selbst mit den Rechenhilfsmitteln von damals zu arbeiten, um sich so in die Gedankenwelt der Erfinder und Nutzer zu begeben. Historische Recheninstrumente waren DAMALS unverzichtbar und sind heute meist vergessen.

Die dritte Veranstaltung findet am Freitag, den 11. August 2017 von 18:30 bis 20:30 Uhr
in der evangelisch-lutherischen Stiftskirche St. Marien, Kirchplatz 3, 31 683 Obernkirchen statt.
Der Eintritt ist frei.
Einlass ist ab 17:30 Uhr.

Pfarrer in der Mathematik – Leben und Wirken Bereits seit grauer Vorzeit haben sich die Menschen das Rechnen zu erleichtern versucht. Im 1 6. Jahrhundert begannen viele Rechenmeister das Rechnen einer breiteren Bevölkerung zugänglich zu machen – am bekanntesten ist Adam Ries (oftmals falsch als Riese geschrieben). Weniger bekannt ist, dass manche Klerikale auch gleichzeitig sehr gute Rechner und
Mathematiker waren. Einige von ihnen werden in dieser Veranstaltung vorgestellt und deren Wirken anschaulich vermittelt. Entdecken Sie auch Sinn, Charme und die Geheimnisse von originalen Rechenhilfsmitteln der letzten fünf Jahrhunderte, die Sie gerne selbst ausprobieren können! In einer
begleitenden Ausstellung werden einige dieser „Geheimnisse“ zu sehen sein.
Mathematikfreunde sind ebenso eingeladen wie Rechenfreunde, die sich auf einige anregende
Darstellung freuen können. Die Veranstaltung klingt in der Sakristei bei Gespräch und
Getränk aus. Es freuen sich auf zahlreiche Teilnahme von (Groß)- Eltern, jungen Menschen, Schülern und Interessierten.

Inge Rudowski (Referentin)

Leitung: Dr. Klaus Kühn

Ralf Schönbeck (Förderverein Stiftskirche)
Kontakt: Dr. Klaus Kühn; Napier201 4@iasim.de

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Kirchenkino am 30. Juli in der Stiftskirche

Ein Film über die Liebe, den Tod und die anderen Dinge des Lebens

Camille kehrt auf die kleine wild-romantische Insel vor der bretonischen Küste zurück, um das Haus ihrer Eltern zu verkaufen, nachdem ihre Mutter verstorben ist. Doch dann bekommt die junge Frau ein Buch zugeschickt, auf dessen Umschlag der Leuchtturm „La Jument“ zu sehen ist, jenen Ort, an dem einst ihr Vater als Leuchtturmwärter arbeitete. Neugierig geworden beginnt sie in dem Buch zu lesen, und sie findet darin eine (wahre) Geschichte aus längst vergangener Zeit, die zugleich ihre Geschichte ist.

Statt weitschweifiger Dialoge und großer Gefühle setzt der Regisseur hier auf die Macht der Bilder und die Ausdruckskraft der Akteure.

Kirchenkino in der Stiftskirche Obernkirchen, Kirchplatz 16, 31683 Obernkirchen, 18:30, Eintritt frei

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Wir sind Familie

Vater, Mutter und Kind – das war einmal. Auch gleichgeschlechtliche Paare wünschen sich Kinder. Die Formen des Zusammenlebens sind vielfältiger geworden. Mittlerweile ergänzen Patchwork-, Mehrgenerationen- und Regenbogenfamilien die klassische Familie. Gemeinsam ist ihnen jedoch allen, dass die Familienmitglieder nach Verlässlichkeit suchen und füreinander Sorge tragen wollen. Grafik: Nordbild

Die evangelische Kirche weitet den Familienbegriff

Viele Kirchengemeinden haben heutzutage eines, Unternehmen ohnehin, Kitas und Schulen oft auch: ein Leitbild. Darin werden die für sinnvoll, hilfreich und gut befundenen Zielperspektiven skizziert, an denen sich das Leben oder Arbeiten orientieren sollen. „Ehe und Familie“ waren seit langem das evangelisch propagierte „Leitbild“ für das Zusammenleben der Menschen.

Aus guten Gründen: Es verträgt sich nicht mit der evangelischen Anthropologie, dass der Mensch sich als Einzelkämpfer versteht. Menschsein, das heißt aus evangelischer Sicht: in Beziehung zu sein, sich umeinander zu sorgen, füreinander da zu sein, das Leben miteinander zu durchwandern und zu feiern. Ob biologisch oder sozial begründet: Das partnerschaftliche und familiäre Zusammenleben sind das Umfeld und Erprobungsfeld für dieses Sein in Beziehung, wie es im Alten und Neuen Testament immer wieder beschrieben wird.

Mit der neuen Orientierungshilfe wählt die Evangelische Kirche in Deutschland eine neue Perspektive auf das partnerschaftliche und familiale Leben: Sie erklärt nicht mehr nur ganz bestimmte Formen dieses Zusammenlebens zum evangelischen Leitbild. „Leitend“ für dieses Zusammenleben sollen vielmehr Kriterien wie Verlässlichkeit, Verantwortlichkeit und Fürsorge sein. Diese Kriterien lassen sich nicht nur in der Ehe und der Vater-Mutter-Kind-Familie finden, sondern auch bei Alleinerziehenden mit ihren Kindern, in Regenbogen- und Patchwork-Familien oder bei Menschen ohne Kinder, die Verantwortung für Verwandte übernehmen. Dieses gelingende Gestalten von Familie will die evangelische Kirche unterstützen. Darum sollten sozialpolitische und gemeindepraktische Überlegungen einen Schwerpunkt in der Orientierungshilfe bilden.

Mit dieser Weitung der Perspektive auf gelingendes Familienleben in unterschiedlichen Formen erfolgt nicht, wie viele Kritiker missdeuten, automatisch eine Abwertung der vermeintlich klassischen Ehe und bürgerlichen Familie. Denn von den genannten Kriterien ausgehend lässt sich sehr wohl begründen, warum manche Formen aus evangelischer Sicht mehr oder weniger favorisiert werden können: Die Ehe oder die eingetragene Partnerschaft eröffnen besonders gute Rahmenbedingungen für die genannte Gestaltung des Zusammenlebens, im Besonderen auch für das familiale Leben. Dies gilt z.B. in rechtlicher Hinsicht, insofern die Verantwortung öffentlich und langfristig übernommen wird. Dies gilt aber aus theologischer und kirchlicher Perspektive: Das Familienleben bei der Taufe oder die Partnerschaft unter den Segen Gottes zu stellen, gibt den Beziehungen einen neuen stärkenden, in der Verbindung verbindlichen Rahmen. Es gibt Treue und Vertrauen, Sorge und Verlässlichkeit mit Gott einen tragenden Grund.

Umgekehrt kann der Ansatz bei den genannten Kriterien auch aufzeigen, wo bestimmte Formen des partnerschaftlichen und familiären Zusammenlebens eben nicht mehr tragfähig sind und wo sie sich vom Leitbild entfernen: Eine Familie, die von außen betrachtet mit „Vater-Mutter, Kind“ der bürgerlichen Idealform entspricht, aber etwa von Gewalt geprägt ist, kann und darf kaum ein evangelisches „Leitbild“ sein.

Stand also in der früheren Unterstützung von Ehe und Familie deren spezifische Gestalt im Vordergrund, von der man auf bestimmte Gestaltung schloss, so hat sich die Perspektive nun gedreht: Der Blick richtet sich zunächst auf die Gestaltung, von der aus bestimmte Gestalten begründet und besonders gewürdigt werden können. Was die aktuelle Kritik spiegelt: Ein Leitbild, das eine feste, eindeutige Gestalt, wie die bürgerliche Familie aus Vater, Mutter und Kind, beschrieben hat, ließ sich offensichtlich leichter vermitteln, als die Orientierung an Kriterien, die nicht so leicht bildlich nachzuvollziehen sind. Die Orientierung an Kriterien wie Verlässlichkeit, Fürsorge und Verantwortung, die auch biblisch als Elemente des familiären und partnerschaftlichen Lebens begründet sind, fordert ein Mehr an Überlegung. Sie bleibt tatsächlich im ersten Schritt vager, aber damit sensibler und unvoreingenommener den Menschen in ihren familiären Lebenssituationen gegenüber. Sie urteilt nicht anhand der von außen schnell beschreibbaren Gestalt, sondern schaut näher hin, wie die Gestaltung dieser Beziehungen gelingt. Zahlreiche positive, oft weniger laute Rückmeldungen von Menschen, die in der Diakonie, in Familienberatungen oder Gemeinden arbeiten, zeigen, dass dieser Ansatz dort für sehr hilfreich erachtet wird.

Bequemer macht es sich die evangelische Kirche damit sicher nicht, was als Subbotschaft im Vorwurf der Anpassung an den Zeitgeist so oft mitschwingt. Bequemer wäre die Beibehaltung der „guten alten“ bürgerlichen Bilder von Ehe und Familie als einzige Ideale gewesen, auch wenn sich dies theologisch nur schwer hätte halten lassen. Es fordert nun mehr Kreativität und Überlegungen, das kirchliche Leben so zu gestalten, dass Familien in ihrer Vielfalt in den Blick kommen und als verlässliche Gemeinschaft unterstützt werden.

Dr. Stefanie Schardien, Professorin für Systematische Theologie und Ökumene an der Universität Hildesheim.

Ralf Meister, Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
Foto: Jens Schulze

Die hannoversche Landeskirche stellt Landesbischof Meister zufolge eingetragene Lebenspartnerschaften genauso unter „Gottes Wort und Segen“ wie die Ehen zwischen Mann und Frau. In den zentralen Elementen wie einem gegenseitigen Treueversprechen oder dem Ringwechsel unterschieden sie sich nicht von einer Trauung. „Wenn der Bundestag die Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften öffnet, werden wir die Bezeichnung des Segnungsgottesdienstes anpassen, denn nach evangelischem Verständnis segnet die Kirche eine staatliche vollzogene Trauung.“

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung ist Mitautor der EKD-Orientierungshilfe zu Ehe und Familie. Bild: epd-Bild

Und was sagt die Bibel dazu? http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/frontnews/2013/08/08/08_1

Zu welchem Ergebnis ist der Theologe Jung gekommen? 
Jung: Es gibt Bibelstellen, die Homosexualität verurteilen. Wir haben aber gelernt, dass im Jahr 2013 Homosexualität anders zu sehen ist. Für uns heute ist Homosexualität weder Krankheit noch Sünde, sondern eine unveränderbare Veranlagung. Mit diesem Wissen müssen wir entsprechende Bibelstellen kritisch unter die Lupe nehmen und neu bewerten. Man muss etwa fragen, ob Homosexualität in den Zusammenhang der Schöpfung gehört. Ich sehe das zum Beispiel so. Solche Fragen sind die eigentliche theologische Herausforderung. Sie müssen im intensiven Gespräch geklärt werden.

SEGNUNG FÜR GLEICHGESCHLECHTLICHE PAARE

Auf der Synode im November 2014 berichtete Landesbischof Ralf Meister über die Fertigstellung einer Handreichung für Gottesdienste zur Segnung eingetragener Lebenspartnerschaften. Segnungsgottesdienste sind damit ausdrücklich möglich und lösen die vorherigen „Fürbittgottesdienste” ab. Pastoren/-innen dürfen sich aus Gewissensgründen weigern, eine solche Segnung vorzunehmen.

Download als pdf: Handreichung zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zum Download (pdf)

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